Weiberfastnacht der Katholischen Frauengemeinschaft Bökenförde
Jecke Frauen auf der Suche nach mutigen Männern
Bökenförde hat keinen Karnevalsclub. Bökenförde verfügt auch nicht über ein Rathaus, das von Hexen gestürmt werden kann. Das heißt aber nicht, dass deshalb der Karneval im Ort ausfällt. Ganz im Gegenteil. Was ein kleines kreatives Team mit Spielfreude auf die Beine stellen kann, das demonstrierten die karnevalsaktiven Frauen zu Weiberfastnacht. Nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah“ waren viele Bökenförderinnen der Einladung der kfd in den Saal des Gasthofes Struchholz gefolgt. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Karnevalsprogramm mit Sketchen und Büttenreden. Da wurde gesungen, geschunkelt, getanzt und gelacht.
Neben dem aktuellen Dorfgeschehen nahmen die Damen auch das starke Geschlecht genauer ins Visier. Dass sich ernst gemeinte Botschaften auch auf humorvolle Weise unter das Volk bringen lassen, das bewies Martina Klein. Sie schlüpfte in die Rolle der Gesundheitsbeauftragten der Stadt Lippstadt und brach eine Lanze für die Aktion „1000 Mutige Männer für Lippstadt“ und motivierte damit zur Darmkrebsvorsorge.
Warum ist der Mann wie er ist? Lohnt sich der Griff zum Mann überhaupt noch? Als gestandene Gesundheitsbeauftragte gab sie grundlegende (Er-)Haltungs-Tipps mit auf den Weg. Klein spannte den Bogen von der Anschaffung, über die Ernährung, Unterbringung bis hin zu Gesundheit und Pflege. Und gelangte schließlich auch zum Mann als Vorsorgemuffel. „So lange nichts weh tut, ist für Männer jeder Arztbesuch reine Zeitverschwendung“, so Klein. „Wenn Sie lange Freude an Ihrem Exemplar haben möchten, dann sollten Sie sich einer List bedienen. Sagen Sie ihm, er wäre mutig und ein Held, wenn er die Untersuchung durchführen lassen würde. Und dass die anderen Männer, das auch alle machen. Zuerst wird er sich widersetzen, dann aber einlenken und in wundersamer Weise den aufgezeigten Weg weitergehen – zuerst zum Hausarzt und dann zur Darmspiegelung! Und er wird denken, so einfach ist das – und es war doch eigentlich meine Idee!“
Viele Frauen fanden ihre Männer treffend beschrieben und bekundeten das mit Zwischenkommentaren und herzlichem Lachen. Eingeladen war auch Susanne Musga, Projektkoordinatorin vom Evangelischen Krankenhaus, die sich über die Unterstützung der Katholischen Frauengemeinschaft mit dieser kreativen Idee der Bökenförder Frauen besonders freute.






