Nachbericht zur Auftaktveranstaltung "1000 Mutige Männer für Lippstadt"
Die Suche nach Lippstadts mutigen Männern ist eröffnet
Die Kampagne ist pfiffig, das Ziel ein ernstes: Krebsgesellschaft NRW, die Barmer GEK und das Evangelische Krankenhaus wollen in sechs Monaten 1000 Lippstädter dazu bringen, eine Darminspektion zu machen.
Bürgermeister und Schirmherr Christof Sommer eröffnete am Mittwoch die Kampagne „1000 Mutige Männer für Lippstadt“. Ziel ist es, im Zeitraum von sechs Monaten möglichst viele Männer in und um Lippstadt zur Durchführung einer Vorsorge-Darmspiegelung zu motivieren.
Im vollbesetzten Rathaussaal wurde deutlich, dass die Aktion, die in Lippstadt vom Ev. Krankenhaus initiiert und koordiniert wird und in der Trägerschaft der Krebsgesellschaft NRW und der Barmer GEK liegt, eine Gemeinschaftsaktion ist.
Nur die Lippstädter selbst können die Kampagne zum Erfolg bringen. Die Kampagne ist pfiffig aufgebaut, das Ziel ein ernstes. „Nach wie vor herrscht große Unsicherheit über den Ablauf von Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen. Deshalb wollen wir das Thema aus der Tabuzone holen und zum Stadtgespräch machen“, erklärt Ludwig Marx, Geschäftsführer der Barmer GEK in Lippstadt. Aufklärung statt Panikmache stehen dabei im Vordergrund.
„Männer legen im Beratungsgespräch zur Vorsorge oft eine besondere Taktik an den Tag, indem sie empfohlene Untersuchungen gern auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.“, so Dr. Nordkämper, Allgemeinmediziner und Mitglied im Gesundheitsnetz Region Lippstadt.
Das bestätigte auch Katrin Böttcher von der Krebsgesellschaft NRW und verdeutlichte, dass genau hier der Ansatz der Kampagne liegt. Motivation statt Angst. „Bei einer präventiven Darmspiegelung geht es darum, eventuell vorhandene Gewebeänderungen (Polypen) zu entfernen. Denn in einigen Fällen kann sich aus anfangs harmlosen Polypen ein bösartiger Tumor entwickeln. Mit der Entfernung der Polypen lässt sich dieser Prozess effektiv stoppen“, erläutert Dr. Christian Hegerfeld aus dem Ev. Krankenhaus.
Die Zahl 1000 klingt gewaltig. In Mönchengladbach konnte das Ziel bei einer Einwohnerzahl von 270 000 Einwohnern erreicht werden. In Lippstadt sollte die Suche nach 1000 Mutigen eher als gewagte Herausforderung für Männer betrachtet werden.
Stellvertretend für die vielen Verbündeten, die bereits im Boot sind, verdeutlichten einige „Botschafter“ in guter Sache“, wie sie für die Aktion aktiv werden. Vom Kreisschützenoberst Bernhard Adams, der die Kampagne unter seinen Schützenbrüdern weiterträgt, über Ratsfrau Annette Bergschneider, die als „starke Frau“ im Flyer Männer in ihrer Entscheidung stärken möchte. Unternehmer Peter Brannekemper engagiert sich als Multiplikator bei seinen Angestellten und stellte seinen Mut vorab selbst unter Beweis. Sein Fazit: “Unangenehm war nur die Darmreinigung am Vortag der Untersuchung. Die Darminspektion selbst ging dann ganz unkompliziert und flott.“
Mit dabei ist auch die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Lippstadt (GWL), die ihre Mieter über die Aktion informieren wird. Geschäftsführer Meinolf Köller überraschte zum Auftakt dann auch noch als Sponsor mit einem besonderen „Bonbon“. Die GWL unterstützt auch die begleitende Tombola, indem sie die ersten 50 Mutigen mit einem Wunscherfüller in Höhe von 20,- Euro belohnt. Weitere Multiplikatoren sind gewünscht.
Für Fragen rund um die Kampagne steht Projektkoordinatorin Susanne Musga vom Evangelischen Krankenhaus unter 02941/67-1260 zur Verfügung.
Lippstadt, 16.9.2011
Projektkoordinatorin
Susanne Musga
Ev. Krankenhaus Lippstadt
s.musga@ev-krankenhaus.de










